Farhad Tahir
zurück zum board

Jahr 25/28 – Ich bin nicht wie die.

Wenn man jahrelang in einer Industrie ist, in der man mittlerweile kaum noch um Aufträge kämpfen muss, sondern diese einem umher fliegen, fällt eine Entscheidung sehr schwer. Aber ich bin kein Kind mehr. Es reicht. Das sündhafte Geld wird mich weder glücklich noch nachhaltig erfolgreich machen. Kaum einer aus der Branche hat verstanden, warum ich das mache. Religiöse Begründungen werden in der Musikindustrie sowieso über Bord geworfen. Jeder Rapper ist ein möchtegern Muslim, Christ, was auch immer. Diese Aussage ziehe ich auch nicht zurück. Daher war es mir egal, ob die Menschen meine Beweggründe verstehen oder nicht, aber als gläubiger Mann kann ich mich nicht mit der Herabwürdigung von Frauen, Gewaltverherrlichung und Drogenkonsum identifizieren, gar sogar visuell unterstützen. Absage nach Absage. Und obwohl ich in einer Bredouille stecke ist es mir egal, dass es finanziell unschlau ist. Aber wisst ihr was. Ich hab so gut geschlafen. Seitdem schlafe ich so gut. Negativenergie minimierung. Während die Welt sich im 3. Weltkrieg befindet, der sich immer zuspitzt, bin ich froh, dass mein Leben sich wieder meiner Laufbahn des Storytellings mit positiven Auswirkungen widmet, sodass sich die Möglichkeiten ebnen, größere Geschichten mit der Verbreitung von mehr Positivität zu schaffen. Hört auf die Musikindustrie und Junkies zu verherrlichen. Widmet euch besseren Sachen.